CBD auf Reisen wirft viele Fragen auf. Darf man CBD-Produkte aus der Schweiz mit ins Ausland nehmen? Gilt im Flugzeug dasselbe wie im Auto? Und warum kann ein Produkt, das in Bern völlig legal erhältlich ist, an einer Grenze trotzdem Probleme machen?
Gerade vor den Ferien lohnt sich ein kurzer Rechtscheck. In der Schweiz gilt für Hanfprodukte ein anderer THC-Grenzwert als in vielen EU-Ländern. Während THC-armer Hanf hierzulande unter 1 Prozent THC nicht als Betäubungsmittel gilt, arbeiten andere Länder mit tieferen Grenzwerten, anderen Produktkategorien oder zusätzlichen Einschränkungen.
Dieser Beitrag erklärt, worauf Reisende achten sollten. Er ersetzt keine Rechtsberatung, hilft aber dabei, CBD auf Reisen realistischer einzuschätzen. Dabei geht es um Ferien, Flugzeug, Zoll, EU-Länder, medizinisches Cannabis und typische Produktarten wie CBD-Pflegeprodukte, Blüten, Hasch, Vapes oder flüssige CBD-Produkte.
Kurz erklärt: Darf man CBD auf Reisen mitnehmen?
CBD auf Reisen ist nicht automatisch verboten, aber auch nicht automatisch sicher. Entscheidend sind Zielland, Transitland, Produktart, THC-Gehalt, Verpackung, Deklaration und der konkrete Zweck des Produktes.
Ein Schweizer Produkt kann legal verkauft werden und trotzdem nicht zu den Regeln eines anderen Landes passen. Besonders heikel sind unverarbeitete Hanfprodukte wie CBD-Blüten und CBD-Hasch, weil sie optisch kaum von THC-haltigem Cannabis zu unterscheiden sind. Auch Vapes, Liquids und flüssige Produkte können am Flughafen oder Zoll Fragen auslösen.
Als einfache Grundregel gilt: Je klarer ein Produkt deklariert ist, je tiefer der THC-Gehalt liegt und je unauffälliger die Produktkategorie rechtlich eingeordnet wird, desto geringer ist das Risiko. Trotzdem sollte man vor jeder Reise die Regeln des Ziellandes prüfen.
Warum Schweizer CBD im Ausland Probleme machen kann
Die Schweiz erlaubt THC-arme Cannabisprodukte unter bestimmten Voraussetzungen bis zu einem Grenzwert von weniger als 1 Prozent THC. Dieser Wert gilt jedoch nicht automatisch im Ausland. Viele Länder orientieren sich an tieferen Grenzen, etwa 0,2 oder 0,3 Prozent THC. Andere Länder behandeln bestimmte Produktarten deutlich strenger.
Dazu kommt: Behörden beurteilen nicht nur Laborwerte. Auch Aussehen, Geruch, Verpackung und Produktbezeichnung können eine Rolle spielen. Wer mit CBD-Blüten, CBD-Hasch oder Vape-Produkten reist, muss eher mit Nachfragen rechnen.
Für Herba di Berna ist deshalb wichtig: Wir informieren transparent, statt falsche Sicherheit zu vermitteln. Wenn du unsicher bist, nimm CBD-Produkte lieber nicht mit über die Grenze sicher ist sicher. Innerhalb der Schweiz findest du passende Kategorien wie CBD-Pflegeprodukte oder CBD-Zubehör direkt bei uns, mit Versand aus dem Herzen der Schweiz in die ganze Schweiz.
CBD auf Reisen im Flugzeug: Handgepäck, Koffer und Flüssigkeiten
Beim Fliegen treffen zwei Themen aufeinander: die rechtliche Lage von CBD und die Sicherheitsregeln für Gepäck. Flüssigkeiten im Handgepäck dürfen in Europa grundsätzlich nur in Behältern bis 100 Milliliter mitgeführt werden und müssen sich in einen transparenten, wiederverschliessbaren Beutel befinden. Das betrifft auch flüssige oder cremige Produkte.
Diese Flugregel sagt aber nichts darüber aus, ob ein CBD-Produkt im Zielland legal ist. Ein Produkt kann in der Sicherheitskontrolle als Flüssigkeit korrekt verpackt sein und durch die Landesinnere Kontrolle gelange aber trotz dem rechtlich problematisch bei der Einreise sein.
Bei Flugreisen solltest du deshalb drei Dinge prüfen:
- Darf diese Produktart im Zielland eingeführt oder besessen werden?
- Zweitens: Entspricht der THC-Gehalt den Regeln des Ziellandes?
- Drittens: Passt das Produkt zu den Gepäckregeln der Airline und des Flughafens?
Besonders vorsichtig solltest du bei Vapes und Liquids sein. Neben CBD-Regeln gelten hier oft zusätzliche Vorgaben für Akkus, E-Zigaretten, Flüssigkeiten und öffentliche Nutzung.
CBD auf Reisen und dann mit dem Auto über die Grenze

Viele Reisende aus der Schweiz fahren mit dem Auto nach Deutschland, Frankreich, Italien oder Österreich. Das wirkt unkomplizierter als Fliegen, ist aber rechtlich nicht automatisch einfacher. Sobald du eine Landesgrenze überquerst, können Zoll- und Einfuhrregeln greifen.
Gerade bei CBD-Blüten und CBD-Hasch ist Vorsicht sinnvoll. Diese Produkte sehen aus wie ganz normale Cannabisprodukte mit höherem THC-Gehalt. Selbst wenn Laborwerte vorhanden sind, kann eine Kontrolle unangenehm oder zeitaufwendig werden.
Wer mit dem Auto reist, sollte daher nur klar deklarierte Produkte mitführen und vorher prüfen, ob die Produktart im Zielland wirklich auch erlaubt ist. Für Reisen mit dem Fahrzeug spielt ausserdem das Thema Fahrtüchtigkeit eine Rolle. Dazu passt unser separater Beitrag Cannabis im Strassenverkehr Schweiz.
Welche CBD-Produkte sind auf Reisen besonders heikel?
Nicht jedes CBD-Produkt hat dasselbe Risiko. Für die Reiseplanung hilft eine klare Trennung nach Produktart.
CBD-Blüten und CBD-Hasch
CBD-Blüten und CBD-Hasch sind auf Reisen besonders heikel. Auch wenn sie in der Schweiz legal erhältlich sein können und in der Gesellschafft nomal, erkennt eine Kontrollperson den THC-Gehalt nicht von aussen. Geruch, Optik und Konsistenz können wie illegales Cannabis wirken.
Wer Ärger vermeiden möchte, nimmt solche Produkte nicht leichtfertig mit ins Ausland. Wenn du dich grundsätzlich für diese Produktarten interessierst, findest du bei Herba di Berna Informationen zu CBD-Blüten und CBD-Hasch. Für Ferienreisen gilt jedoch: Vorher die Regeln des Ziellandes prüfen.
CBD-Pflegeprodukte und Kosmetik
CBD-Pflegeprodukte wirken auf Reisen meist unauffälliger, weil sie kosmetisch eingeordnet sind. Trotzdem können auch hier Inhaltsstoffe, Verpackung, Flüssigkeitsmenge und lokale CBD-Regeln relevant sein.
Bei Flugreisen zählen Cremes, Gels und ähnliche Produkte als Flüssigkeiten oder pastöse Produkte. Im Handgepäck gelten deshalb die üblichen Mengenregeln. Wer sicher gehen möchte, packt grössere Behälter in das Aufgabegepäck und bewahrt die Originalverpackung auf.
CBD-Vapes, Liquids und E-Zigaretten
CBD-Vapes und Liquids brauchen eine besonders sorgfältige Prüfung. Neben CBD- und THC-Regeln gelten oft eigene Vorschriften für E-Zigaretten, Akkus, Liquids und Nutzung im öffentlichen Raum. Einige Länder verbieten Vapes streng, auch wenn CBD selbst nicht im Fokus steht.
Wenn du mit Vape-Produkten reist, prüfe deshalb nicht nur das CBD-Recht, sondern auch die Regeln für E-Zigaretten und Akkus. Das gilt besonders bei Fernreisen ausserhalb Europas.
Flüssige CBD-Produkte
Flüssige CBD-Produkte sind auf Reisen doppelt relevant. Einerseits zählt die Produktdeklaration, andererseits greifen im Flugzeug die Regeln für Flüssigkeiten. Zusätzlich können Länder CBD im Lebensmittel- oder Novel-Food-Kontext anders bewerten als die Schweiz.
CBD auf Reisen in Europa
Europa wirkt auf den ersten Blick einheitlich, ist es aber nicht. Zwar beeinflussen EU-Recht, Novel-Food-Fragen und gemeinsame Marktregeln die Debatte. Trotzdem entscheiden Länder sehr unterschiedlich, wie sie CBD-Produkte, Blüten, Harz, Vapes oder Lebensmittel behandeln.
Für Reisende aus der Schweiz ist besonders wichtig: Der Schweizer THC-Grenzwert von weniger als 1 Prozent gilt nicht automatisch in der EU. Deshalb sollten Schweizer CBD-Blüten oder Haschprodukte nicht einfach mitgenommen werden, nur weil sie zuhause legal sind.
Deutschland
Deutschland hat seine Cannabisregeln seit 2024 verändert. Das bedeutet aber nicht, dass Reisende aus der Schweiz beliebig Cannabis- oder CBD-Produkte einführen dürfen. Gerade Einfuhr, Produktart, Herkunft und THC-Gehalt bleiben heikel. Für CBD-Blüten und CBD-Hasch gilt deshalb: nicht ohne genaue Prüfung mitnehmen.
Frankreich
Frankreich hat sein Verbot von CBD-Blüten und -Blättern mit weniger als 0,3 Prozent THC nach einer Entscheidung des Conseil d’État aufgehoben. Trotzdem sollten Reisende nicht automatisch davon ausgehen, dass jedes Schweizer Produkt problemlos passt. Der THC-Gehalt, die Produktart und der Verkehrskontext bleiben wichtig.
Österreich
Österreich orientiert sich bei THC-armem Hanf häufig an 0,3 Prozent THC. Dennoch können Produktkategorie, Bewerbung und Einordnung unterschiedlich behandelt werden. Für Ferienreisende zählt vor allem: Produkt klar deklarieren, Ziellandregeln prüfen und keine Schweizer 1-Prozent-Produkte ohne Abklärung mitnehmen.
Italien
Italien hat die CBD- und Cannabis-light-Regeln in den letzten Jahren mehrfach politisch diskutiert und teils verschärft. Für Reisende entsteht dadurch Unsicherheit. Gerade Blüten, Harz und sichtbare Cannabisprodukte solltest du nicht leichtfertig mitnehmen.

CBD auf Reisen ausserhalb Europas: lieber besonders vorsichtig sein
Ausserhalb Europas können die Regeln deutlich strenger sein. In manchen Ländern drohen bei Cannabisprodukten hohe Strafen, selbst wenn Produkte nur geringe THC-Spuren enthalten. Das gilt besonders bei Reisen nach Asien, in den Nahen Osten oder in Länder mit strenger Drogenpolitik.
Thailand zeigt, wie schnell sich die Lage ändern kann. Nach einer Phase der Liberalisierung hat das Land Cannabis seit 2025 wieder stärker auf medizinische Zwecke ausgerichtet. Zudem gelten dort separate Regeln für öffentliche Nutzung, Vapes und Cannabisprodukte.
Für Fernreisen lautet die sicherste Empfehlung: CBD-Produkte nur mitnehmen, wenn du die aktuelle Rechtslage im Zielland, im Transitland und bei der Airline geprüft hast. Im Zweifel bleibt das Produkt zuhause.
Medizinisches Cannabis auf Reisen ist ein Sonderfall
Medizinisches Cannabis gehört nicht in denselben Abschnitt wie frei verkäufliche CBD-Produkte. Wer ein ärztlich verschriebenes Cannabisarzneimittel mitnimmt, muss andere Regeln beachten.
Für Reisen im Schengen-Raum verlangt Swissmedic eine Bescheinigung für betäubungsmittelhaltige Arzneimittel. Zudem darf die mitgeführte Menge in der Regel höchstens dem Bedarf von 30 Tagen entsprechen. Bei Reisen ausserhalb des Schengen-Raums können zusätzliche Botschafts- oder Länderregeln gelten.
Mehr zur Schweizer Rechtslage findest du in unserem Blog Medizinisches Cannabis Schweiz.
Checkliste vor den Ferien
Bevor du CBD auf Reisen mitnimmst, prüfe diese Punkte:
- Ist CBD im Zielland erlaubt?
- Welcher THC-Grenzwert gilt dort?
- Sind Blüten, Hasch, Vapes, Kosmetik oder flüssige Produkte unterschiedlich geregelt?
- Reist du durch Transitländer mit strengeren Regeln?
- Ist das Produkt originalverpackt und klar deklariert?
- Gibt es Laborwerte oder eine Produktinformation?
- Passt das Produkt zu den Handgepäckregeln?
- Fährst du Auto und gelten besondere Strassenverkehrsregeln?
- Handelt es sich um ein frei verkäufliches Produkt oder um ein ärztlich verschriebenes Arzneimittel?
- Wenn du mehrere Punkte nicht sicher beantworten kannst, ist Zurückhaltung sinnvoller als Risiko.
Fazit: CBD auf Reisen braucht Vorbereitung
CBD auf Reisen ist ein typisches Thema, bei dem Schweizer Alltag und ausländische Rechtslage auseinandergehen können. Was in Bern, Zürich, Basel oder Solothurn legal erhältlich ist, muss im Ausland nicht automatisch erlaubt sein.
Besonders vorsichtig solltest du bei CBD-Blüten, CBD-Hasch, Vapes, Liquids und Produkten mit unklarer Deklaration sein. Pflegeprodukte wirken oft weniger heikel, brauchen aber ebenfalls eine passende Verpackung und müssen den Regeln des Ziellandes entsprechen.
Als Schweizer CBD-Unternehmen möchten wir nicht nur Produkte anbieten, sondern auch Orientierung geben. Herba di Berna ist in mitten der Schweiz im wundervollen Bern verwurzelt und denkt schweizweit. Deshalb setzen wir auf klare Information, transparente Produktangaben und schnelle Lieferung in jeden Kanton. Für Ferien gilt trotzdem: Erst prüfen, dann packen.
Das hängt vom Zielland, Transitland, Produkt und THC-Gehalt ab. Schweizer CBD-Produkte sind nicht automatisch im Ausland erlaubt, weil viele Länder tiefere THC-Grenzwerte oder andere Produktregeln nutzen.
Nein. Die EU beeinflusst zwar gewisse Rahmenbedingungen, doch die Länder regeln CBD-Produkte, Blüten, Lebensmittel, Kosmetik und Vapes unterschiedlich. Deshalb lohnt sich vor jeder Reise eine aktuelle Prüfung.
Wenn du die Rechtslage nicht klar prüfen kannst, nimm das Produkt nicht mit. Das gilt besonders für Blüten, Hasch, Vapes und Produkte mit unklarer Deklaration.
CBD-Produkte dürfen nur dann ins Handgepäck, wenn sie rechtlich im Zielland erlaubt sind und die Sicherheitsregeln erfüllen. Flüssige oder cremige Produkte müssen normalerweise in Behältern bis 100 Milliliter transportiert werden.
Das lässt sich nicht pauschal sagen. CBD-Blüten sind besonders heikel, weil sie wie THC-haltiges Cannabis aussehen und riechen können. Prüfe vor der Reise immer die Regeln des Ziellandes.
Medizinisches Cannabis braucht eine eigene Prüfung. Im Schengen-Raum ist für betäubungsmittelhaltige Arzneimittel in der Regel eine ärztliche Bescheinigung nötig. Die Menge darf normalerweise den Bedarf von 30 Tagen nicht überschreiten.
Quellenverzeichnis
Bundesamt für Gesundheit: Gesetzgebung Hanf- und Cannabisprodukte
Swissmedic: Reisen mit betäubungsmittelhaltigen Arzneimitteln
Swissmedic: Schengen-Raum und betäubungsmittelhaltige Medikamente
Your Europe: Luggage restrictions and liquids in hand luggage
EFSA: Provisional safe level for cannabidiol as a novel food
Conseil d’État: CBD, annulment of the order prohibiting cannabis flowers and leaves
Bundesgesundheitsministerium Deutschland: Frequently asked questions on the Cannabis Act
Royal Thai Embassy Copenhagen: Latest update on cannabis regulations in Thailand



