CBD-Info

Was ist CBD und wie wirkt es?

Der Wirkstoff Cannabidiol (CBD)

CBD (Cannabidiol) ist einer von 104 bisher entdeckten Wirkstoffen von Cannabis (genannt Cannabinoide). In den letzten Jahren konnte die CBD-Konzentration im Nutz- und Industriehanf durch Züchtung erhöht werden. Wie alle Cannabinoide liegt CBD hauptsächlich als Säure in der Pflanze vor (CBD-Carbonsäure).

Im Gegensatz zum Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) – ebenfalls ein natürliches Cannabinoid – ist CBD nicht psychoaktiv, das heisst CBD verursacht keinen Rausch. Cannabis-Produkte mit einer THC-Konzentration von mehr als 1% sind in der Schweiz illegal.

Detaillierte Informationen zu CBD und THC sowie zur Wirkung verschiedener Cannabinoide finden Sie bei Die Grüne Oase.

Wirkung von CBD

Zur Wirkung von CBD gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien, es wurden jedoch noch keine anerkannten Fachstudien dazu veröffentlicht. Gemäss Heilmittelverordnung der Schweiz ist es deshalb untersagt, Heilversprechen abzugeben – CBD-haltige Produkte sind keine Heilmittel.

Das medizinische Potenzial von CBD gewinnt aber immer mehr an Bedeutung: Vermutlich wirkt CBD nervenschützend und fördert die Heilung und Linderung verschiedener Krankheiten, unter anderem Schizophrenie, Depressionen, Entzündungen und Kopfschmerzen. Selbst hochdosiert sind bis jetzt keine relevanten Nebenwirkungen bekannt, die Einnahme gilt deshalb als risikolos.

Im Zuge der Erforschung der natürlichen Cannabinoide wurde auch das körpereigene Endocannabinoid-System entdeckt. Endocannabinoide sind natürliche, im menschlichen Körper vorhandene Substanzen, die in fast jedem Organsystem eine Rolle spielen. Dieses Subsystem des Nervensystems reguliert unter anderem das Schmerzempfinden, steuert das Erinnerungsvermögen und kontrolliert das Immunsystem. Endocannabinoide wirken unter anderem auf die Rezeptoren CB1 und CB2 und lösen dadurch diverse Signalwege aus. CBD interagiert nur schwach mit den Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems. Es hemmt vielmehr den Abbau von Endocannabinoiden und verstärkt somit den Effekt der körpereigenen Substanzen.

Risiken von CBD

Es sind kaum Risiken beim Konsum von CBD bekannt. Jedoch sollte CBD bei einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da CBD die Schutzfunktion der Plazenta reduzieren und ihre Eigenschaften verändern kann (siehe auch: Sucht Schweiz).

Wechselwirkungen könnten in Verbindung mit anderen Medikamenten bestehen. CBD wird in der Leber abgebaut, wodurch bestimmte Enzyme, die zum Medikamentenabbau verantwortlich sind, gehemmt werden. Sollten Sie bereits Medikamente einnehmen, nehmen Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Rechtliche Hinweise zu CBD

Für die Schweiz

Jedes auf herbadiberna.ch erhältliche Produkt ist in der Schweiz legal erhältlich und konsumierbar. Laut Art. 4 Abs 1 lit a Heilmittelverordnung sind wir nicht befugt, über gesundheitliche Implikationen von CBD zu beraten und halten fest, dass CBD nicht zur Prävention, Diagnose, Behandlung und Heilung von Krankheiten gedacht ist. In der Schweiz sind Cannabiserzeugnisse mit einem THC-Gehalt bis 1% legal. Weiterführende Informationen dazu finden sie in dem vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und swissmedic veröffentlichten Merkblatt (PDF, 314 KB).

Weiter raten wir davon ab, nach dem Konsum eines unserer Produkte ein Fahrzeug zu führen. Die Fahrtüchtigkeit könnte beeinträchtigt werden. Kleinstmengen an THC können im Blut angezeigt und im Strassenverkehr strafrechtlich verfolgt werden (weitere Infos finden Sie beim TCS).

Für die EU

Ausserhalb der Schweiz kann der Konsum und Besitz der von uns vertriebenen Produkte strafrechtlich verfolgt werden. In den EU-Ländern gelten folgende Grenzwerte für Nutzhanf (Stand Oktober 2020):

  • 1,0% THC: Schweiz
  • 0,6% THC: Italien
  • 0,3% THC: Österreich, Tschechien, Luxemburg
  • 0,2% THC: Deutschland, Frankreich, Holland, Belgien, Bulgarien, Polen, Portugal, Grossbritannien, Kroatien, Litauen, Zypern, Spanien, Griechenland, Ungarn, Irland, Dänemark, Finnland, Estland, Lettland, Malta, Rumänien, Slovenien
  • 0,0% THC: Slowakei

Diese Liste ist nicht verbindlich. Bitte prüfen Sie die aktuelle Rechtslage der jeweiligen Länder vor einer Bestellung.

Hanf und seine Geschichte

Was ist Hanf?

Hanf (wissenschaftlicher Name: Cannabis) ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Menschen. Die getrennt-geschlechtliche Hanfpflanze kann bis zu vier Meter hoch werden und blüht jährlich. Ihren Ursprung hat sie vermutlich in den mongolischen und süd-sibirischen Regionen Zentralasiens. Heute ist sie in fast allen gemässigten bis tropischen Zonen zu finden. Die einzelnen Bestandteile von Cannabis (Fasern, Samen, Blätter und Blüten) kommen in unterschiedlichen Bereichen zur Anwendung – zum Beispiel in der Textilindustrie, in der Bauwirtschaft oder als Arzneimittel.

Herkunft und Verbreitung

Der erste nachgewiesenen Anbau von Hanf fanden Archäologen in Tontöpfen im Gebiet des heutigen Taiwans. Etwa 5000 v. Chr. wurde in den mongolischen und süd-sibirischen Regionen aus der Pflanze Kleidung, Seile und Papier hergestellt, aber auch Öl und Nahrung aus den Samen gewonnen. In der Sammlung «Klassiker der Heilkräuter nach Shennong» des gleichnamigen Urkaisers wurde Cannabis erstmals als medizinisches Heilmittel erwähnt. Cannabis wurde insbesondere zur Linderung von Schmerzen und gegen Gicht eingesetzt.

Die Nutzpflanze fand ihren Weg zwischen 2000 und 1000 v. Chr. über Korea nach Indien, wo weitere Anwendungsmöglichkeiten für Textilien, als Nahrungsquelle und als starke Medizin dazu kamen. Um 1400 v. Chr. gelangte Cannabis zu den indogermanischen Nomaden der Skythen, die die Pflanze bis nach Südrussland und in die heutige Ukraine brachten. Von hier aus verbreitete sie sich in ganz Europa, Afrika und über den gesamten Globus.

Cannabis wird verboten und wieder entkriminalisiert

Als Cannabis 1910 bis 1911 mit den vielen Einwanderern von Mexiko in die Vereinigten Staaten gelang, fing der turbulente Krieg gegen Drogen an. Cannabis geriet in Verruf und wurde kriminalisiert – 1915 wurde es in Utah erstmals verboten, bis 1931 in weiteren 28 Staaten. Der «Marijuana Tax Act» des Federal Bureau of Narcotics untersagte ab 1937 jeglichen Besitz und Gebrauch von Cannabis in den Vereinigten Staaten – und zwar unabhängig davon, ob es sich um Cannabis mit psychoaktiven Inhaltsstoffen handelte oder einfach um Hanf. Noch heute führt die US-Bundesregierung Marihuana auf Platz 1 der zu kontrollierenden Substanzen. Mit dem Argument, es besitze ein hohes Potenzial für Missbrauch und Sucht, werden die positiven Eigenschaften für den medizinischen Gebrauch ausgeklammert.

Mittlerweile hat sich in anderen Ländern die Sichtweise verändert: Die Verwendung von Marihuana wurde 1976 in den Niederlanden entkriminalisiert und seit 1980 ist auch der Verkauf in sogenannten «Coffee Shops» erlaubt. Spanien lässt in privaten Cannabis-Clubs den verantwortungsvollen Konsum zu und die Tschechische Republik ermöglichte den Erwerb von medizinischem Cannabis für Patient*innen mit einem gültigen Rezept. Dies ist inzwischen auch in vielen US-Staaten der Fall.

Heute findet Cannabis dank zahlreichen wissenschaftlichen Forschungen und eindeutigen Beweisen für das medizinische Potenzial wieder zurück in unsere Gesellschaft.

Quellen:

  • Franjo Grotenhermen, Markus Berger und Kathrin Gebhardt: Cannabidiol (CBD): Ein cannabishaltiges Compendium. Nachtschatten Verlag, 2017
  • Roger G. Pertwee (Hrsg.): Handbook of Cannabis. Oxford University Press, 2014
  • Robert C. Clarke und Mark D. Merlin: Cannabis, Evolution and Ethnobotany. University of California Press, 2013
  • Bernhard van Treeck: Das große Cannabis-Lexikon – Alles über die Nutzpflanze Hanf. Lexikon-Imprint-Verlag, Berlin 2000
  • Bócsa, Karus, Lohmeyer: Der Hanfanbau – Botanik, Sorten, Anbau und Ernte, Märkte und Produktlinien. Landwirtschaftsverlag, 2000