CBD Konsumformen: Welche Möglichkeiten gibt es in der Schweiz?

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CBD Konsumformen gibt es heute viele: CBD-Blüten, Produkte zum Verdampfen, Öle, Kosmetik und verschiedene Hanf-Lebensmittel stehen häufig nebeneinander im Sortiment. Allerdings bedeutet das nicht, dass alle Produkte auf die gleiche Weise verwendet werden dürfen oder dass sich aus der Produktform automatisch eine bestimmte Wirkung ableiten lässt.

Gerade in der Schweiz lohnt sich deshalb ein genauer Blick. CBD selbst untersteht zwar nicht wie THC dem Betäubungsmittelgesetz, dennoch gelten je nach Produkt unterschiedliche Vorschriften. Wer CBD konsumieren oder anwenden möchte, sollte deshalb zuerst wissen, wofür das jeweilige Produkt vorgesehen ist und unter welcher Produktkategorie es verkauft wird.

CBD Konsumformen: Warum die Produktart entscheidend ist

Ein CBD-Produkt ist rechtlich nicht automatisch einfach ein «CBD-Produkt». Entscheidend ist vielmehr, ob es beispielsweise als pflanzliches Rauchprodukt, Produkt zum Erhitzen, Lebensmittel, Kosmetikum, Arzneimittel oder in einer anderen Kategorie angeboten wird. Entsprechend unterscheiden sich auch die Anforderungen an Herstellung, Kennzeichnung und Verwendung.

Das ist besonders bei CBD-Ölen und Lebensmitteln wichtig. Cannabinoide wie CBD sowie cannabinoidhaltige Hanfextrakte gelten im Lebensmittelrecht grundsätzlich als neuartige Lebensmittel. Dafür ist eine Bewilligung erforderlich. Hanfsamen, Hanfsamenöl und Hanfsamenmehl sind davon hingegen zu unterscheiden, denn diese Lebensmittel haben eine traditionelle Verwendung und enthalten natürlicherweise keine relevanten Cannabinoidmengen.

Was hat das Endocannabinoid-System mit CBD zu tun?

Das Endocannabinoid-System, kurz ECS, ist ein körpereigenes Signalsystem, das an zahlreichen physiologischen Prozessen beteiligt ist. Dazu gehören unter anderem Vorgänge im Nervensystem, Stoffwechsel und weitere körperliche Funktionen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die CB1-Rezeptoren und CB2-Rezeptoren, die in unterschiedlichen Bereichen des Körpers vorkommen.

Dabei wäre die frühere Erklärung «CBD aktiviert das Endocannabinoid-System und erzeugt dadurch positive Wirkungen» zu stark vereinfacht. CBD wirkt nicht einfach wie ein Schalter an CB1 und CB2, sondern beeinflusst verschiedene Rezeptoren, Ionenkanäle und Signalwege direkt oder indirekt. Forschung zu diesen Mechanismen erklärt ausserdem noch nicht automatisch eine konkrete gesundheitliche Wirkung eines frei erhältlichen CBD-Produkts.

CBD Blüten: Rauchen oder Erhitzen als Konsumform

Zu den bekanntesten CBD Konsumformen gehören CBD-Blüten. In der Schweiz fallen pflanzliche Rauchprodukte mit CBD sowie pflanzliche Produkte zum Erhitzen unter das Tabakproduktegesetz. Deshalb gilt für diese Produkte unter anderem ein schweizweites Abgabealter von 18 Jahren.

CBD-Blüten können geraucht oder mit dafür vorgesehenen Geräten erhitzt werden. Allerdings sollte Rauchen nicht als harmlose Konsumform dargestellt werden: Beim Verbrennen von Cannabis entstehen zahlreiche Schadstoffe, die insbesondere die Atemwege belasten können. Das BAG weist deshalb ausdrücklich auf gesundheitliche Risiken des Cannabisrauchens hin.

Wer verschiedene Sorten vergleichen möchte, findet in unserer Kategorie CBD Blüten kaufen Indoor-, Outdoor- und Greenhouse-Blüten aus unserem Sortiment. Entscheidend bleiben dabei Produktqualität, Herkunft und die jeweiligen gesetzlichen Vorgaben.

CBD mit dem Vaporizer: Erhitzen statt Verbrennen

Beim Vaporisieren wird Pflanzenmaterial erhitzt, ohne es wie beim Rauchen vollständig zu verbrennen. Dadurch unterscheidet sich diese CBD Konsumform technisch deutlich vom klassischen Joint. Allerdings bedeutet «ohne Verbrennung» nicht automatisch «ohne Risiko».

Auch Produkte zum Erhitzen werden vom Schweizer Tabakprodukterecht erfasst. Zudem spielen Temperatur, Gerät, Produktqualität und die tatsächlich inhalierten Stoffe eine Rolle. Deshalb sollte ein Vaporizer nicht als gesundheitlich unbedenkliche Alternative beworben werden. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet in unserem bestehenden Beitrag CBD dampfen: Vaporizer, Liquid und Sicherheit einfach erklärt weitere Informationen.

Wer CBD-Blüten auf diese Weise erhitzen möchte, findet passende Geräte und weiteres Zubehör in unserer Kategorie CBD Vaporizer kaufen. Entscheidend ist dabei, ein Gerät zu wählen, das für die jeweilige Produktform vorgesehen ist.

CBD Öl: Nicht jedes Öl ist zum Einnehmen bestimmt

Gerade beim CBD-Öl müssen wir unseren alten Blog deutlich korrigieren. Die frühere Empfehlung, einfach einige Tropfen unter die Zunge zu geben, ist für einen allgemeinen Schweizer CBD-Ratgeber nicht sauber. CBD Öl ist eine Produktform, aber keine automatisch festgelegte Konsumform.

Ob und wie ein Öl verwendet werden darf, richtet sich nach seiner rechtlichen Einstufung und der vom Hersteller vorgesehenen Verwendung. CBD beziehungsweise cannabinoidhaltige Extrakte dürfen nicht einfach ohne entsprechende Bewilligung als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel vermarktet werden. Das BLV weist ausserdem darauf hin, dass viele hochkonzentrierte CBD-Öle, die als Mundpflege angeboten werden, die gesetzlichen Anforderungen für eine orale Anwendung nicht erfüllen.

Deshalb gilt: Etikett, Produktinformation und vorgesehene Verwendung beachten, statt von der Bezeichnung «CBD Öl» automatisch auf eine bestimmte Einnahmeform zu schliessen. Wer verschiedene Konzentrationen und Produktvarianten vergleichen möchte, findet unser Sortiment unter CBD Öl kaufen.

CBD Kapseln und Edibles: Hier ist die Unterscheidung besonders wichtig

Auch diesen Teil des früheren Artikels sollten wir grundlegend ändern. CBD-Gummibärchen, CBD-Schokolade oder CBD-Kapseln können in der Schweiz nicht pauschal als gewöhnliche Lebensmittel dargestellt werden. Cannabinoide und cannabinoidhaltige Hanfextrakte gelten grundsätzlich als Novel Food und benötigen eine entsprechende Bewilligung, bevor sie als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden dürfen.

Davon zu unterscheiden sind klassische Hanf-Lebensmittel. Hanfsamen, Hanfsamenöl, Hanfsamenmehl und Produkte daraus können reguläre Lebensmittel sein. Hanf-Lebensmittel sind deshalb nicht automatisch CBD-Edibles. Gerade diese Unterscheidung war im alten Beitrag nicht deutlich genug.

CBD Kosmetik: Anwendung auf der Haut statt Konsum

CBD-Cremes, Salben und andere Pflegeprodukte gehören streng genommen nicht zu den klassischen CBD Konsumformen, sondern zur äusserlichen Anwendung. Dennoch sind sie für einen vollständigen Überblick sinnvoll, weil CBD inzwischen auch in zahlreichen kosmetischen Rezepturen eingesetzt wird.

Dabei dürfen Kosmetika in der Schweiz keine therapeutischen Wirkungen versprechen. Aussagen aus unserem alten Blog wie eine mögliche Linderung von Muskelschmerzen, Gelenkentzündungen oder Hautproblemen würden wir deshalb heute nicht mehr verwenden. Stattdessen geht es bei legaler CBD Kosmetik um den kosmetischen Verwendungszweck, die Rezeptur und die sichere Anwendung auf der Haut.

Welche CBD Konsumform passt zu welchem Produkt?

Die verschiedenen CBD Konsumformen lassen sich deshalb nicht einfach danach sortieren, welche «am besten wirkt». Sinnvoller ist die Frage, wofür ein Produkt rechtlich vorgesehen ist und welche Eigenschaften die jeweilige Produktform besitzt.

ProduktformTypische ProduktartWas ist wichtig?
CBD-BlütenPflanzliches Rauch-/ErhitzungsproduktAb 18 Jahren, Rauchen ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden
CBD im VaporizerPflanzliches Produkt zum ErhitzenKeine Verbrennung, dennoch nicht risikofrei
CBD ÖlEinstufung je nach konkretem ProduktVorgesehene Verwendung und Kennzeichnung beachten
CBD-Lebensmittel / EdiblesLebensmittel / Novel FoodCBD ist nicht automatisch als Lebensmittel zugelassen
Hanf-LebensmittelLebensmittel aus z. B. HanfsamenNicht mit CBD-Edibles gleichsetzen
CBD KosmetikKosmetisches ProduktÄusserliche Pflege, keine therapeutischen Versprechen

Gerade deshalb lohnt es sich, bei CBD nicht nur auf Prozentangaben oder Produktnamen zu schauen. Entscheidend sind ebenso Zusammensetzung, Qualität, Verwendungszweck und die rechtliche Einordnung.

CBD Konsumformen im Vergleich: Was ist nun die beste?

Eine allgemein beste CBD Konsumform gibt es nicht. CBD-Blüten, Vaporizer-Produkte, Öle und Kosmetik unterscheiden sich sowohl in ihrer Verwendung als auch in ihrer rechtlichen Einordnung erheblich. Deshalb sollte die Entscheidung nicht auf pauschalen Wirkungsversprechen basieren, sondern darauf, welche Produktart tatsächlich gesucht wird.

Für uns gehört genau diese Transparenz zu einem verantwortungsvollen CBD-Markt. Verbraucher sollten erkennen können, was ein Produkt ist, wofür es vorgesehen ist und welche Grenzen bei Aussagen über CBD bestehen. Wer zwischen Blüten und Öl schwankt, findet dazu auch unseren ausführlicheren Vergleich CBD Öl oder CBD Blüten – was ist besser?

FAQ zu CBD Konsumformen

Welche CBD Konsumform ist die beste?

Es gibt keine allgemein beste CBD Konsumform, da sich Blüten, Produkte zum Erhitzen, Öle und Kosmetik deutlich unterscheiden. Entscheidend sind der vorgesehene Verwendungszweck, die Produktqualität und die jeweilige rechtliche Einstufung.

Darf CBD-Hanf in der Schweiz geraucht oder erhitzt werden?

CBD-haltige pflanzliche Rauchprodukte und Produkte zum Erhitzen werden in der Schweiz vom Tabakproduktegesetz erfasst und dürfen nur an Erwachsene abgegeben werden. Rauchen ist dabei nicht risikofrei, weil bei der Verbrennung gesundheitsschädliche Stoffe entstehen.

Was ist der Unterschied zwischen Hanfsamenöl und CBD Öl?

Hanfsamenöl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und gilt als traditionelles Lebensmittel. CBD Öl beziehungsweise cannabinoidhaltige Extrakte sind davon rechtlich und inhaltlich zu unterscheiden, denn Hanfsamen selbst enthalten natürlicherweise keine relevanten Cannabinoide.

Darf man CBD Öl in der Schweiz einfach einnehmen?

Nein, aus der Bezeichnung CBD Öl lässt sich nicht automatisch ableiten, dass ein Produkt zur Einnahme bestimmt oder als Lebensmittel zugelassen ist. Deshalb sollten immer Kennzeichnung, rechtliche Einstufung und vorgesehene Verwendung des konkreten Produkts beachtet werden.

Sind CBD-Gummibärchen und andere CBD-Edibles in der Schweiz erlaubt?

CBD-Edibles sind nicht automatisch als gewöhnliche Lebensmittel zugelassen. Cannabinoide und cannabinoidhaltige Hanfextrakte gelten grundsätzlich als neuartige Lebensmittel und benötigen eine entsprechende Bewilligung.

Quellen und weiterführende Informationen

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
Cannabis, Hanfextrakte und Cannabinoide als Lebensmittel. BLV: Cannabis und CBD als Lebensmittel

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
Rechtliche Anforderungen und Sicherheit von CBD in Kosmetik. BLV: Cannabidiol in Kosmetika

Swissmedic / Fachgremium für Abgrenzungsfragen
Überblick zur rechtlichen Einordnung von Produkten mit Cannabidiol. Swissmedic: Produkte mit Cannabidiol

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
Rechtliche Anforderungen und Sicherheit von CBD in Kosmetik. BLV: Cannabidiol in Kosmetika

Bundesamt für Gesundheit BAG
Regelungen für CBD-haltige Rauchprodukte, Produkte zum Erhitzen und Jugendschutz. BAG: Tabakproduktegesetz