Richtige Dosierung von CBD-Ölen

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Um bei der Verwendung von CBD-Ölen die gewünschte Wirkung zu erzielen, müssen diese von Person zu Person unterschiedlich dosiert werden. Alle reagieren unterschiedlich auf die Wirkstoffe und Faktoren wie z.B. das Körpergewicht beeinflussen die Wirkung grundlegend. Es führt also kein Weg daran vorbei, die perfekte Dosierung für den persönlichen Gebrauch selbst zu ermitteln. Das endocannabinoide System des Körpers braucht eine gewisse Zeit bis die Rezeptoren (re)aktiviert werden. Demensprechend empfiehlt es sich, langsam zu starten und mit einer tiefen Dosis zu beginnen. Es hat sich bewährt, den Organismus an die Cannabinoide zu gewöhnen.

In einem ersten Schritt muss die Frage, wofür das Öl überhaupt eingenommen wird, beantwortet werden. Davon hängt ab, ob grundsätzlich ein tiefe, mittlere oder hohe Dosierung gesucht ist. Richtwerte für die verschiedenen Verwendungszwecke sind in der untenstehenden Tabelle zu finden. Diese Richtwerte entsprechen unseren Erfahrungswerten, die wir gerne mit euch teilen wollen. Wir dürfen aber keine konkreten Dosierungsempfehlungen abgeben.
Als Richtwert für eine tiefe Dosierung gilt 1 Milligramm CBD pro 4,5 Kilogramm Körpergewicht. Eine mittlere Stärke entspricht 3 mg und eine hohe 6 mg pro 4,5 kg Körpergewicht. Diese Zahlen beziehen sich auf die Menge an CBD, nicht die Menge von Öl. Dazu später mehr.

Behandeltes LeidenDosierung
Verbesserung der allgemeinen GesundheitTief
ÜbelkeitTief bis Mittel
PMSTief bis Mittel
ArthroseMittel
ArthritisMittel
Chronische SchmerzenMittel bis Hoch
SchlafstörungenMittel bis Hoch
AngstzuständeMittel bis Hoch
GichtHoch
EpilepsieHoch bis pharmazeutische Qualität
KrebserkrankungenHoch bis pharmazeutische Qualität
MigräneTief bis Hoch
Stärke der Dosierung für verschiedene Verwendungszwecke.
Tiefe Dosierung entspricht 1 mg pro 4,5 kg Körpergewicht, mittlere 3 mg und hohe 6 mg.

Um nun aus dieser Angabe zur gewünschten Stärke eine konkrete Dosierung zu ermitteln, muss eine einfache Rechnung durchgeführt werden. Das Körpergewicht (kg) wird durch 4,5 geteilt. Diese Zahl wird dann mit der gewünschten Stärke (mg/kg) multipliziert, um so eine Angabe zur Dosis in Milligramm CBD zu erhalten.

Dosierungs-Beispiel
Beispiel für eine mittlere Dosis bei einem Körpergewicht von 60 kg.

Um euch etwas Rechnerei zu ersparen, haben wir diese Rechnungen für einige Körpergewichte bereits abgenommen. Die Resultate findet ihr – aufgeschlüsselt nach tiefer, mittlerer und hoher Dosierung – in dieser Tabelle:

KörpergewichtTiefe DosierungMittlere DosierungHohe Dosierung
55 kg12.2 mg36.7 mg73.3 mg
60 kg13.3 mg40 mg80 mg
65 kg14.4 mg43.3 mg86.7 mg
70 kg15.6 mg46.7 mg93.3 mg
75 kg16.7 mg50 mg100 mg
80 kg17.8 mg53.3 mg106.7 mg
85 kg18.9 mg56.7 mg113.3 mg
90 kg20 mg60 mg120 mg
95 kg21.1 mg63.3 mg126.7 mg
100 kg22.2 mg66.7 mg133.3 mg

Mit dieser Zahl im Gepäck kommen wir zum zweiten Teil: Wieviel Öl braucht es nun, um die errechnete CBD-Dosis einzunehmen? Um das herauszufinden, muss die Stärke/Konzentration vom verwendeten Öl bekannt sein. Oft ist der CBD-Gehalt der ganzen Flasche angegeben. Diese Zahl muss nun auf den Gehalt pro Milliliter oder pro Tropfen heruntergerechnet werden. Dazu einfach (wirklich einfach 😉) den CBD-Gehalt (in mg) durch die Anzahl Milliliter oder Tropfen der ganzen Flasche teilen. Das Resultat gibt dann die Stärke des einzelnen Milliliters oder Tropfens an. Ein kleines Rechenbeispiel mit einem Öl aus unserem Sortiment:

Ein 10% CBD-Öl aus unserem Shop enthält 1000 Milligramm CBD. Eine Flasche beinhaltet etwa 220 Tropfen oder 10 ml Öl. Mit diesen Angaben kann der CBD-Gehalt pro Tropfen (links) oder pro Milliliter (rechts) errechnet werden.

Wenn wir nun also 40 Milligramm CBD wollen (siehe Bsp. oben), bleibt uns nur noch herauszufinden, wie viele Tropfen Öl gefragt sind. Die Dosis (z.B. 40 mg) geteilt durch die Konzentration (z.B. 4.55 mg pro Tropfen) ergibt die Anzahl benötigter Tropfen. Im gewählten Beispiel wären es 40 [mg] / 4.55 [mg/Tropfen] = 8.8 Tropfen. Die selbe Rechnung kann auch mit der Konzentration in Milligramm pro Milliliter durchgeführt werden. Dies ergibt dann die gewünschte Menge Öl in Millilitern. (Im Beispiel: 40 [mg] / 100 [mg/ml] = 0.4 ml)

Für die Öle aus unserem Angebot haben wir euch auch diese Rechnung bereits abgenommen. In dieser Tabelle findet ihr die Ergebnisse:

ProduktCBD-Gehalt
(pro Milliliter)
CBD-Gehalt
(pro Tropfen)
Fullspectrum Bio CBD-Hanföl 5% CBD50 mg2.27 mg
Fullspectrum Bio CBD-Hanföl 10% CBD100 mg4.55 mg
Fullspectrum Bio CBD-Hanföl 25% CBD250 mg11.36 mg
Fullspectrum Bio CBD-Hanföl 30% CBD300 mg13.64 mg
Fullspectrum Bio CBD-Hanföl ohne THC 6% CBD60 mg2.73 mg
Fullspectrum Bio CBD-Hanföl ohne THC 18% CBD180 mg8.18 mg
Fullspectrum Bio CBD-Hanföl ohne THC 24% CBD240 mg10.91 mg

Mit dieser Rechnerei haben wir nun einen ersten Richtwert zur Verfügung. Dieser muss aber in der Regel noch angepasst werden, um die perfekte Wirkung zu erzielen. Es sollte grunsätzlich mit einer eher tiefen Dosis gestartet werden. Vor der erneuten Einnahme ist nun eine kleine Auswertung angesagt: War die Dosis stark genug, so dass eine Wirkung eingetreten ist? Fiel die Wirkung zu stark aus und unerwünschte Nebenwirkungen (z.B. eine erhöhte Müdigkeit) traten auf? Mit der Beantwortung dieser Fragen und entsprechenden Anpassungen ist die perfekte Dosierung bald gefunden.
An dieser Stelle gilt es zu beachten, dass die Dosierung auch vom gewählten Öl abhängt. Da neben CBD weitere Wirkstoffe enthalten sind und sich die Menge dieser von Öl zu Öl unterscheidet, wirken alle Öle unterschiedlich.

Quelle:
Leitfaden zur Dosierung von CBD-Ölen von dailycbd.com

Historischer Entscheid der UN und des Europäischen Gerichtshofes

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UN kommt der WHO-Empfehlung einer Neubewertung der Einstufung von Cannabis nach

Gleich zwei erfreuliche Entscheide über Cannabis lassen gutes erhoffen für die internationale Cannabis-Politik.

Europäischer Gerichtshof: CBD ist kein Betäubungsmittel

Nachdem wir letztes Mal berichtet haben, dass die EU Kommission in Erwägung zieht, jegliche Hanfextrakte – also auch natürliche CBD-Produkte – dem Betäubungsmittelgesetz zu unterstellen, lässt nun ein Entscheid des Europäischen Gerichtshofes aufatmen. Der EuGH teilte mit, dass ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union die Vermarktung von in einem anderen Mitgliedsstaat rechtmäßig hergestelltem Cannabidiol (CBD) nicht verbieten darf, wenn es aus der gesamten Cannabis-Sativa-Pflanze und nicht nur aus ihren Fasern und Samen gewonnen wird. Damit folgt das Gerich der Empfehlung der WHO, dass CBD im Sinne der internationalen Suchtstoffübereinkommen nicht als Droge eingestuft werden sollte.

Jedoch der richtig grosse Paukenschlag, der Geschichte schreiben könnte, kam von der Suchtstoff-Kommission (Commission on Narcotic Drugs/CND) der Vereinten Nationen in Wien am Mittwoch, 02.12.2020. Die UN-Kommission stimmt einer Neubewertung von Cannabis zu! Dies kann wesentlich dazu beitragen, dass weltweit der rechtliche Umgang mit Cannabis vereinfacht wird. Die Kommission kommt damit der Empfehlung der WHO nach, dass Cannabis nicht mehr als gefährliche Droge eingestuft wird. Gemäß der internationalen Verträge wie etwa der Single Convention on Narcotic Drugs von 1961 ist Cannabis bisher auf der Anlage 4 gelistet – mit der Annahme der Empfehlung 5.1 der WHO wird Cannabis nun auf Anlage 1 heruntergestuft.

Quellen und weiterführende Links:
Europäischer Gerichtshof: Pressemitteilung
Hanf Magazin: Europäischer Gerichtshof: CBD ist kein Betäubungsmittel
Marjuana Business Daily: United Nations approves WHO recommendation to reschedule cannabis in historic vote
Hanf Magazin: UN-Kommission stimmt Neubewertung von Cannabis zu

Alle Blicke nach Brüssel

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Entscheidung der EU-Kommission könnte der Hanfindustrie schaden

Während auf der einen Seite viel Aufklärungsarbeit rund um das Thema Hanf und Cannabinoide passiert, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Nutzen von Hanf und Hanfextrakten gewonnen werden, wird aktuell in der EU-Kommission in Erwägung gezogen, Hanfextrakte allgemein in das Betäubungsmittelgesetz miteinzubeziehen. Cannabiniol (CBD) sowie jegliche weitere Hanfextrakte sollen demnach – gleichgesetzt mit THC – als Suchtstoff eingestuft werden, falls es aus natürlichen Hanfpflanzen gewonnen wird. Synthetisches CBD wäre ironischerweise weiterhin erlaubt.

«Der Sprecher der EU-Kommission in Deutschland hat uns bestätigt, dass Überlegungen existieren, CBD als Betäubungsmittel im Sinnen des Einheitsabkommens der Vereinten Nationen von 1961 zu bewerten. Das nennt sich derzeit “Vorläufige Ansicht”. Danach wäre CBD ein sogenannter “Suchtstoff” und könnte in Zukunft auch nicht mehr als Nahrungsergänzungsmittel Verwendung finden.»

Dr. Stefan Meyer, Präsident des neuen Branchenverbandes Cannabiswirtschaft BvCW e. V., nach krautinvest

Ein solcher Entscheid hätte katastrophale Auswirkungen auf die Hanfindustrie in Europa:

„Nahezu die gesamte CBD-Branche in Europa stünde vor dem “Aus”. Hanfbauern, Import/Export, Extrakteure, Produzenten, Distributoren, Einzelhändler, und viele mehr.“

Dr. Stefan Meyer, Präsident des neuen Branchenverbandes Cannabiswirtschaft BvCW e. V., nach cannatrust.eu

Noch gibt es keinen definitiven Entscheid in Brüssel. Und es ist auch ebensowenig sicher, wie die Bundesbehörden in Bern reagieren werden. Denn hierzulande hat das Eidgenössische Parlament gerade einem Pilotversuch einer neuen liberaleren Cannabis-Regulierung der Städte zugestimmt, welche THC-Hanf miteinschliesst – also eine Entwicklung, die eher Richtung Legalisierung steuert.

Noch sind in Brüssel keine letzten Worte gesprochen – und erst recht nicht in Bern.

Quellen und weiterführende Links:
IGHanf: Der CBD Vertriebsstopp – Die Position der EIHA
IGHanf: Todesstoß für den Hanfsektor?
krautinvest: Unruhe um Hanfextrakte: Einstufung als Betäubungsmittel?
Cannatrust.eu: Drohende Entscheidung der EU: Hanf als Betäubungsmittel?