Rêves sûrs – Eine Notschlafstelle für junge Menschen

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Der Verein „Rêves sûrs – Sichere Träume“ will jungen Menschen ein sicheres Dach über dem Kopf bieten. Hinter diesem Projekt stehen Menschen, die aus dem Bereich der offenen Jugendarbeit und der Gassenhilfe kommen. Für sie ist klar, dass in Bern eine Notschlafstelle für junge Menschen fehlt. Es gibt zwar Notschlafstellen, die in der Theorie teilweise auch von jungen Menschen genutzt werden könnten, in der Praxis sind jedoch die Hürden oftmals zu hoch. Deshalb braucht es eine betreute und trotzdem niederschwellige Notschlafstelle.
Statt dass die jungen Menschen im öffentlichen Raum, an unsicheren Orten oder gar bei nicht vertrauenswürdigen Personen übernachten, müssen sie die Möglichkeit haben, freiwillig und kostenlos an einen sicheren Ort zu gehen. An einem solchen sicheren Ort werden den Grundbedürfnisse der Menschen nachgekommen und Fachpersonal sorgt für eine professionelle Unterstützung. Niemand wird dazu gezwungen, ein Angebot zu beanspruchen, alle sollten aber die Möglichkeit dazu haben. Sichere Träume sollten für alle drinliegen.

Zur Zeit läuft ein Crowdfunding für die Jugendnotschlafstelle, mit welcher die Finanzierung fürs erste Jahr des Pilotprojektes gesichert werden soll. Wir als Herba di Berna AG wurden angefragt, ob wir dieses Crowdfunding unterstützen können. Das tun wir sehr gerne, da wir überzeugt sind, dass der Verein Rêves sûrs eine hervorragende Arbeit leisten wird, die an einem unglaublich wichtigen Punkt im Leben der betroffenen Menschen ansetzt.
Konkret heisst das für uns: Einerseits wollen wir mit diesem Blogbeitrag auf dieses wunderbare Projekt aufmerksam machen und andererseits haben wir das Crowdfunding in Form von „Goodies“ untestützt. Bei einem Beitrag von 50 Franken gibt es ein kleines Merci aus unserem Anbau.

Wir hoffen fest, dass wir einen Beitrag zum gelingen dieses Projektes leisten können. Unterstützen doch auch Sie dieses Projekt, geniessen Sie sowohl das kleine Merci als auch das gute Gefühl, stehen Sie zu ihrem Engagement, erzählen Sie anderen Menschen von diesem Projekt und unterstützen Sie den Verein in den Sozialen Medien, z.B. in dem Sie dem Facebook-Account von „Rêves Sûrs“ folgen. Auf eine solidarische Weihnachtszeit, die allen Menschen zu Gute kommen soll.

Wo unsere Produkte veredelt werden

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Die Zusammenarbeit zwischen uns und den Werkstätten der VEBO in Grenchen und des Zentrums Oberwald aus Solothurn bedeutet uns viel. Wir stehen gerne zu dieser erfolgreichen Kooperation und möchten in diesem Blogbeitrag aufzeigen, wie diese aussieht. Im Zentrum Oberwald werden unsere Produkte veredelt und die Verpackungen etikettiert, während sich die Werkstätte der VEBO um das Abfüllen, Bekleben und Verschweissen all unserer Blüten kümmert.

Die beiden Institutionen VEBO und Zentrum Oberwald bieten Menschen mit einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung ein geschütztes Arbeitsumfeld. Bei unseren Aufträgen werden Produkte veredelt und verpackt, die danach in den kommerziellen Handel gehen. Für die Menschen aus den Werkstätten, die sich oft in einer schwierigen Lebenssituation befinden, ermöglicht dies die Teilhabe an einem wichtigen Sektor unseres gesellschaftlichen Lebens.
Wenn wir unsere Produkte von diesen Werkstätten für den Verkauf vorbereiten lassen, gehen wir eine Geschäftsbeziehung ein, bei welcher es um mehr als um die Wirtschaftlichkeit geht. Mit jedem Auftrag können wir einen kleinen Beitrag leisten, damit sich die Menschen in den Werkstätten sinnvoll und abwechslungsreich betätigen können. In diesem Wissen ist es für uns auch kein Problem, dass nicht jedes einzelne Produkt perfekt verpackt oder beklebt ist, auch wenn wir dadurch manchmal selbst noch etwas nachbessern müssen. In unseren Augen sind solche Organisationen sehr unterstützenswert, und insbesondere in einer Zeit von sich jagenden Krisen führen wir diese Partnerschaft sehr gerne weiter.

Für euch, unsere Kund:innen, heisst das: Falls bei eurem nächsten Einkauf die Etikette nicht ganz gerade auf der Verpackung ist, ist dies kein Grund zur Aufregung. Viel mehr ist es ein Zeichen für die Menschlichkeit, mit welcher unsere Produkte versehen sind.

Willst du mehr über unsere Zusammenarbeit mit der VEBO und dem Zentrum Oberwald wissen? Melde dich bei uns.

Historischer Entscheid der UN und des Europäischen Gerichtshofes

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UN kommt der WHO-Empfehlung einer Neubewertung der Einstufung von Cannabis nach

Gleich zwei erfreuliche Entscheide über Cannabis lassen gutes erhoffen für die internationale Cannabis-Politik.

Europäischer Gerichtshof: CBD ist kein Betäubungsmittel

Nachdem wir letztes Mal berichtet haben, dass die EU Kommission in Erwägung zieht, jegliche Hanfextrakte – also auch natürliche CBD-Produkte – dem Betäubungsmittelgesetz zu unterstellen, lässt nun ein Entscheid des Europäischen Gerichtshofes aufatmen. Der EuGH teilte mit, dass ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union die Vermarktung von in einem anderen Mitgliedsstaat rechtmäßig hergestelltem Cannabidiol (CBD) nicht verbieten darf, wenn es aus der gesamten Cannabis-Sativa-Pflanze und nicht nur aus ihren Fasern und Samen gewonnen wird. Damit folgt das Gerich der Empfehlung der WHO, dass CBD im Sinne der internationalen Suchtstoffübereinkommen nicht als Droge eingestuft werden sollte.

Jedoch der richtig grosse Paukenschlag, der Geschichte schreiben könnte, kam von der Suchtstoff-Kommission (Commission on Narcotic Drugs/CND) der Vereinten Nationen in Wien am Mittwoch, 02.12.2020. Die UN-Kommission stimmt einer Neubewertung von Cannabis zu! Dies kann wesentlich dazu beitragen, dass weltweit der rechtliche Umgang mit Cannabis vereinfacht wird. Die Kommission kommt damit der Empfehlung der WHO nach, dass Cannabis nicht mehr als gefährliche Droge eingestuft wird. Gemäß der internationalen Verträge wie etwa der Single Convention on Narcotic Drugs von 1961 ist Cannabis bisher auf der Anlage 4 gelistet – mit der Annahme der Empfehlung 5.1 der WHO wird Cannabis nun auf Anlage 1 heruntergestuft.

Quellen und weiterführende Links:
Europäischer Gerichtshof: Pressemitteilung
Hanf Magazin: Europäischer Gerichtshof: CBD ist kein Betäubungsmittel
Marjuana Business Daily: United Nations approves WHO recommendation to reschedule cannabis in historic vote
Hanf Magazin: UN-Kommission stimmt Neubewertung von Cannabis zu