Update zu den Pilotversuchen

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In diesem Sommer wurde das Thema Cannabis regelmässig von den Medien aufgegriffen. Im Fokus standen die sogenannten Pilotversuche. Diese ermöglichen im Rahmen wissenschaftlicher Projekte die Abgabe von THC-haltigem Cannabis, zur Zeit in der Form von Blüten oder Haschisch. Wir hatten vor mehr als einem Jahr darüber berichtet, wie die legale Grundlage für die Pilotversuche zustande kam. Seit dann hat sich nun einiges getan: der erste Pilotversuch startet den Verkauf und andere stehen in den Startlöchern.

Basel macht vorwärts…

Der Pilotversuch in Basel geriet bisher am stärksten in den Fokus der Öffentlichkeit, da er mit Abstand am schnellsten vorangetrieben wurde. Während andere Städte ihre Versuchskonzepte noch nicht einmal eingereicht haben, begann die Basler Studie diese Woche. Der Verkauf von Cannabis wird aber wegen Verunreinigungen der Produkte noch einige Tage hinausgeschoben.
Studienteilnehmenden, welche alle 6 Monaten an einer Studienbefragung teilnehmen müssen. Ein Grund fürs rasche voranschreiten des Basler Projektes: Die Uni Basel hat bereits im Jahr 2016 mit der Vorbereitung eines Pilotversuches gestartet und konnte dadurch die Zusammenarbeit zwischen den Universitären Psychiatrischen Kliniken, welche den Versuch wissenschaftlich betreuen, und der Stadt Basel nach dem „Go!“ aus Bern bald regeln.
Angeboten werden in Basel vier verschiedene Blütensorten und zwei Haschisch-Sorten in Bio-Qualität mit jeweils unterschiedlichem THC-Gehalt. Wie im Gesetz zu den Pilotversuchen festgeschrieben ist, dürfen pro Monat maximal 10 Gramm THC gekauft werden. Wieviel Gramm Blüten das gibt, hängt vom THC-Gehalt des Produktes ab.

…Zürich trägt dick auf

In der Stadt Zürich beginnt der Pilotversuch zwar noch nicht diese Tage, vorwärts ging es aber auch. Das Zürcher Projekt, welches zur Zeit beim BAG (Bundesamt für Besundheit) und bei einer kantonalen Ethikkommission aufliegt, fällt insbesondere durch seine Grösse auf: 2’100 in der Stadt Zürich wohnhafte THC-Konsument*innen werden gesucht, zur Zeit wird eine Warteliste geführt. Weiter liegt in Zürich das Augenmerk auf dem Vergleich verschiedener Verkaufsmöglichkeiten. Neben 10 ausgewählten Apotheken und dem Drogeninformationszentrum der Stadt kriegen zehn „Cannabis Social Clubs“ die Möglichkeit, mit 50-150 Studienteilnehmenden einen sozialen Treffpunkt zu kreieren, an welchem neben dem Verkauf von Hanf auch der soziale Austausch und das gemeinsame Konsumieren im Fokus stehen. Einer dieser Clubs wird voraussichtlich vom Verein „Legalize It!“ betrieben.
Wer am Zürcher Pilotversuch teilnehmen will, kann sich dereinst direkt bei den registrierten Apotheken, den Social Clubs oder beim Drogeninformationszentrum anmelden. Damit die Daten zu den unterschiedlichen Verkaufsmöglichkeiten möglichst aussagekräftig bleiben, können die Blüten während der 3-jährigen Studie nur an derjenigen Verkaufsstelle bezogen werden, bei welcher die Registrierung erfolgte. Die Preise der verkauften Produkte sind an allen Verkaufsstellen dieselben und orientieren sich, wie auch in Basel, an den Schwarzmarktpreisen.

Was läuft in Bern?

Auch die Stadt Bern hat beim BAG ein Pilotversuch-Gesuch eingereicht. Wie weit dieser Prozess fortgeschritten ist, lässt sich aber kaum herausfinden. Zuletzt von sich hören liess Bern auf eine eher unschöne Art: Der Kanton wollte dem Verkauf in Apotheken den Riegel schieben. Gefordert wurden stattdessen der Verkauf in Drogenabgabestellen. Während also in Zürich mit Social Clubs experimentiert wird, zelebriert die konservative Regierung des Kantons Bern das Image der drogenabhängigen Kiffer*innen und setzt Hanf mit harten Drogen wie Heroin gleich. Das BAG pfiff den Kanton jedoch zurück, da dieser gar nichts zu den Pilotversuchen in der Stadt zu sagen habe.

Es gibt aber auch erfreulichere Neuigkeiten: Die Stadt Biel wird voraussichtlich ebenfalls am Pilotversuch der Uni Bern teilnehmen. Es ist ein Kontingent von 100 bis 170 Personen angedacht, die in der Pharmacie Dufour in Biel Cannabis kaufen könnten.
Neben dem Versuch der Uni Bern will der Verein „Cannabis Research“ in Zusammenarbeit mit der Uni Zürich einen weiteren Versuch im Kanton Bern starten.

Beteiligung der Herba di Berna AG

Da wir keine Apotheke unterhalten und kein THC-haltiges Gras anbauen, sind wir an den aktuell laufenden Prozessen der Pilotprojekte nicht beteiligt. Trotzdem sehen wir mit unserem Laden am Breitenrainplatz ein grosses Potenzial für Studien zur legalen Abgabe von Hanf. Fachgeschäfte können durchaus eine sinnvolle Option für den Vertrieb von Cannabis-Produkten sein, da sie optimal auf die Bedürfnisse der Kundschaft eingehen können.
Daher versuchen wir, zumindest in einem Pilotversuch z.B. des Vereins Cannabis Research als Verkaufsstelle teilzunehmen.

Links und Quellen:
FAQ zu den Pilotversuchen (BAG)
Cannabisstudie „Weed Care“ (Medienmitteilung Kanton Basel-Stadt)
Stadt Zürich sucht 2100 Kiffer*innen (TagesAnzeiger)
Cannabisstudie „Züri Can“ (Stadt Zürich)
Kanton Bern ist gegen legale Cannabis-Abgabe in Apotheken (20min)
Stadt Biel will sich an Cannabis-PIlotprojekt beteiligen (Jungfrau Zeitung)
Verein Cannabis Research

Vergällte Hanföle – Wie geht’s weiter?

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Die bevorstehende Einführung der Vergällungspflicht für Hanföle stellt die Cannabis-Industrie vor grosse Probleme. Im letzten Post haben wir das Problem genauer beschrieben und auch schon einige Lösungsvorschläge erwähnt.
Nun ist auch klar, wie es bei der Herba di Berna mit den CBD-Hanfölen weitergeht.

CBD-Öle als Kosmetika statt Chemikalien

Das wichtigste zuerst: Nein, wir werden keine vergällten Hanföle verkaufen. In Zukunft werden die Öle als Kosmetikprodukte verkauft werden können. Viel lieber hätten wir allerdings einen sinnvoll reglementierten CBD-Markt.

Was ändert sich für Kund*innen?

Für unsere Kund*innen ändert sich insofern etwas, als dass wir unsere stärksten Hanföle (30%, 35% und 40% CBD-Gehalt) nach September 2022 nicht mehr anbieten können. Um ein Öl mit solch einem hohen CBD-Gehalt zu produzieren, wird beim Extraktionsprozess der THC-Grenzwert für Kosmetika überschritten. Selbst wenn dies nur das Rohextrakt und nicht das fertige Produkt betrifft, würde eine solche Produktion gegen das Gesetz verstossen.
Es gibt zwar bereits Lösungen für dieses Problem, jedoch braucht die Umsetzung dieser noch mehr Zeit als die sechs Monate, die unserem Produzenten zwischen der Ankündigung der Vergällungspflicht im April und der Einführung im Oktober zur Verfügung stand.

Der Vorteil Nachhaltigere Öle

Wir haben jedoch nicht nur schlechte Neuigkeiten, sondern es verändert sich auch etwas zum besseren: In Zusammenarbeit mit „Swissextract„, einem bio-zertifizierten Unternehmen, werden wir unsere Öle bis 24% CBD-Anteil nur noch mit biologisch angebautem Sonnenblumenöl als Trägermittel produzieren. Dadurch sind wir nicht mehr auf die Importware Kokosöl angewiesen und können unsere Öle somit ausschliesslich aus Zutaten produzieren, die lokal in der Schweiz angebaut und verarbeitet werden.

Wir sind froh, dass wir solch eine gute Lösung gefunden haben um auch zukünftig hochqualitative Bio-Hanföle anbieten zu können.

Vergällte Hanföle: Händler unter Druck

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Hanföle mit CBD sind für die Herba di Berna AG wie auch für viele andere CBD-Unternehmen ein wichtiges Standbein. Im April dieses Jahres wurde dieser Markt in einer willkürlich erscheinenden Verfügung des Bundes vors Aus gestellt: da CBD-Öle bisher nicht als Lebensmittel zugelassen sind, müssen diese ab Oktober vergällt werden. Es müssen also Zusatzstoffe beigemischt werden, die das Öl ungeniessbar machen.

Wie die Hanf-Industrie mit diesem neusten Angriff von Seite der Behörden umgeht, beschrieb der Landbote in einem ausführlichen Artikel. Als Vorstandsmitglied und KMU-Verantwortlicher der IG Hanf erklärt unser CEO Philippe Wietlisbach, welche kurzfristige Lösungs ein fortbestehen der Branche ermöglichen und wie der Verkauf der Hanföle mittelfristig erleichtert werden könnte.

CBG: Die „Mutter der Cannabinoide“

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Während die meisten Menschen zumindest von CBD (Cannabidiol) und THC (Tetrahydrocannabinol) gehört haben, ist CBG ein weitgehend unbekannter Wirkstoff der Hanfpflanze. In einem wachsenden Cannabismarkt und einer voranschreitenden Forschung zur Hanfpflanze und deren Wirkstoffe geriet CBG in letzter Zeit jedoch vermehrt in den Fokus.

Was ist CBG?

Cannabigerol (CBG) ist ein Cannabinoid, das im Jahr 1964 von zwei israelischen Chemikern entdeckt wurde. Wie CBD weist auch Cannabigerol keine psychoaktive Wirkung auf, es macht also nicht high.

Der CBG-Gehalt von herkömmlichen Hanfpflanzen ist ziemlich gering, da sich die verbreiteten Züchtungen auf CBD oder THC fokussieren.
Zwar weisen Jungpflanzen in einem gewissen Stadium einen ziemlich hohen Anteil von CBGA, der Säureversion von CBG, auf, jedoch wird diese Säure im weiteren Wachstum in andere Cannabinoid-Säuren wie THCA oder CBDA umgewandelt, welche wiederum zu THC und CBD prozessiert werden. Da CBGA diese Rolle des „ursprünglichen“ Cannabinoids im Pflanzenwachstum einnimmt, wird das Molekül teilweise als „Mutter der Cannabinoide“ bezeichnet.
Die konkrete Umwandlung in andere Cannabinoide hängt nicht nur von der Genetik der Pflanze, sondern zu grossen Teilen auch von den äusseren Umständen ab. Die Temperatur, das UV-Licht und der Sauerstoffgehalt sind entscheidend dafür, welche chemischen Prozesse ausgelöst werden.

Neben dem Interesse an den chemischen Prozessen verlagerte sich der Fokus in der Forschung in letzter Zeit vermehrt auf den Wirkstoff Cannabigerol. In der medizinischen und therapeutischen Anwendung weist er viele Ähnlichkeiten mit CBD auf, wobei dem CBG zum Teil sogar eine bessere Wirkung nachgesagt wird.

Ist CBG das bessere CBD?

Basierend auf einzelnen Studien und Erfahrungsberichten wird nun teilweise die Haltung verbreitet, dass CBG eigentlich das bessere CBD sei. So gibt es vermehrt nicht mehr nur CBD-Öle, sondern auch CBG-Öle zu kaufen. Um solch eine pauschale Aussage zu treffen, ist aber das Wissen noch viel zu unsicher. Wie bei allen Cannabinoiden steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen – das macht vieles schwierig, bringt aber auch immer wieder tolle Überraschungen.

Wenn mit CBD-Produkten die erwünschte Wirkung erzielt wird, lohnt es sich zur Zeit kaum, mehr Geld für vergleichbare CBG-Produkte auszugeben. Interessant ist Cannabigerol aber auf jeden Fall, und wieso nicht einmal ausprobieren? In unserem Shop gibt es zur Zeit mit der Sorte „Afghan Kush“ eine Pflanze, die sowohl fast 5% CBG als auch 10-15% CBD enthält. Weiter planen wir, in den ersten Monaten im 2023 neue Cannabisharz-Produkte mit Fokus auf CBG in unser Sortiment aufzunehmen.

Links:
– Bildquelle: hemptownusa.com
Was ist Cannabigerol? – cbd360.de

Lebender Boden für unsere Hanfpflanzen

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„Alle unsere Pflanzen wachsen in organischer Erde. Für uns die einzige Art, Pflanzen zu züchten.“ – mit diesen Worten stellen wir unsere Produktion vor.
Tatsächlich gehen wir noch einen grossen Schritt weiter als das: wir verlassen uns auf Wurmkulturen, probiotische Mikroorganismen und verschiedene Nützlinge, um den Pflanzen mit einem lebenden Boden ein möglichst gesundes und natürliches Umfeld zu bieten. Mit diesem Entscheid gegen mineralische Dünger und Gifte erschaffen wir einen „living soil“, einen lebenden Boden.

Was ist „Living Soil“?

Hinter dem Konzept des „Living Soil“ steht die Idee, die Vorteile eines natürlichen Bodens, wie er beim Outdoor-Anbau vorhanden ist, mit den Sicherheiten eines Indoor-Anbaus zu verbinden. So können die Pflanzen auf einem gesunden und ausgeglichenen Boden wachsen, während die Pflanzen trotzdem das ganze Jahr über vor schädlichen Umwelteinflüssen geschützt in einem regulierten Klima wachsen können.

Zur Pflege eines lebenden Bodens und den darin wachsenden Pflanzen gehören viele verschiedene Methoden. Der Boden wird mit probiotischen Mikroorganismen versetzt, die die im Boden vorhandenen Nährstoffe für die Pflanzen besser verfügbar machen. Die Nährstoffe werden durch Kompost, Komposttee und organische Dünger in die Erde gebracht. Drei verschiedene Wurmkulturen verbessern den Boden und lockern ihn auf. Rund um die Pflanze schützt eine Schicht aus Anbau-Resten und Kräutern den Boden vor dem Austrocknen. Gleichzeitig ist dieser „Mulch“ Futter für die Lebewesen im Boden. Gegen allfällige Schädlingen werden lebende Nützlinge hinzugefügt. Der Einsatz von giftigen Pestiziden ist keine Option, da diese sämtliches Leben im Boden massiv schädigen würden. Die Gifte können nicht zwischen Schädlingen und Nützlingen unterscheiden.

Im Unterschied zur Outdoor-Produktion kann die Temperatur, das Licht und die Luftfeuchtigkeit trotzdem genau reguliert werden, was einen ganzjährige und regelmässige Ernte ermöglicht.

Nachhaltiger Anbau auf lebendem Boden

Der Anbau auf lebendem Boden ist nicht nur natürlicher, er ist auch deutlich nachhaltiger. Durch die vom Bodenleben angetriebenen Nährstoffkreisläufe können wir gänzlich auf den Einsatz von synthetischen Düngern verzichten. Synthetische Dünger werden sehr energieintensiv aus fossilen Stoffen und Materialien aus dem umweltschädlichen Bergbau gewonnen – eine riesige Belastung für unsere Umwelt. Neben der Gewinnung ist auch die Zugabe von synthetischen Düngern ein grosses Problem. Die bestehenden Kreisläufe der Natur werden durch die Zugabe von Mineralien stark gestört, da ein Grossteil der verwendeten Düngemittel nicht in den Pflanzen sondern in den Wasserkreislauf gelangt. Dieses Problem ist bei organischen Düngern viel kleiner, da diese von den Pflanzen und den Mikroorganismen vollständig abgebaut werden können.

Da ein lebender Boden über Jahre aufgebaut und erhalten wird, muss dieser – anders als im konventionellen Anbau – nicht nach jeder Ernte ersetzt werden. Das verringert den Ressourcenverbrauch massiv, da weniger Erde aufbereitet und transportiert werden muss.

Ein weiterer Vorteil eines lebenden Bodens: der Wasserverbrauch ist kleiner. Der Boden kann durch seine von Leben geprägte Struktur mehr Wasser aufnehmen. Dadurch müssen die Pflanzen seltener gewässert werden. Eine zusätzliche Mulchschicht auf dem Boden hält das Wasser noch länger im System, da weniger Wasser verdunstet.

Insgesamt lässt sich also durch das nachahmen natürlicher Ökosysteme eine Ressourceneffizienz erreichen, die einen nachhaltigen Anbau von Hanf (oder auch anderen Pflanzen) ermöglicht.

Lohnt sich das?

Wieso hat sich denn die Verwendung lebender Böden bisher nicht flächendecken durchgesetzt? Nun, da gibt es verschiedene Gründe, die unserer Meinung nach einen konventionellen Anbau jedoch nicht rechtfertigen können.
Ein grosses Hindernis ist das benötigte Wissen, das es braucht, um einen lebenden Boden im Gleichgewicht zu halten. Wir sind offen, unser Wissen über Techniken, Best Practise und unsere Erfahrungen an andere Firmen weiterzugeben.

Weiter ist es so, dass ein Umstieg von einem Anbau-System zu einem anderen System immer sehr aufwändig und mitunter auch kostspielig ist. Angesichts der Krisen unserer Welt ist der Wechsel zu nachhaltigen Systemen aber unumgänglich. Längerfristig gesehen kostet ein nachhaltiges System sogar weniger, da viel weniger Erde und synthetische Mittel eingekauft werden müssen.

Ein anderer Grund, der viele Grower von nachhaltigen Anbausystemen zurückschrecken lässt, ist die Angst vor geringeren Erträgen. In einem hart umkämpften Markt mit grossen Unsicherheiten kann sich ein solcher Einbruch durchaus verheerend auswirken. Es zeigt sich aber: spätestens nach einigen Jahren kann das Anbauvolumen auf einem lebenden Boden weitgehend mit einem konventionellen System mithalten. Und vor allem: Die Blüten von Pflanzen, die auf lebendem Boden angepflanzt wurden, enthalten mehr Terpene und Cannabinoide als konventionell angebaute. Unsere Anbaumethode ist auch eine Entscheidung für eine höhere Qualität, die spürbar ist.

Links und Quellen:
How to grow Cannabis with Soil Indoors – Verde Natural
How Living Soil can reduce impact on the environment – hempindustrydaily.com
What is Living Soil? wholegrow.com

CBD und Long Covid

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Nach mehr als zwei Jahren Pandemie wird immer offensichlticher, wie dramatisch die Auswirkungen von „Long Covid“ ausfallen. Bei wem die Symptome aus welchem Grund bestehen bleiben ist unklar, auch Expert*innen sind ratlos. Die betroffenen Menschen, die auch nach Monaten noch in einem Nebel von Müdigkeit, Atembeschwerden, Kopfschmerzen und diversen weiteren Symptomen stecken, müssen noch immer auf wirksame Therapien warten. Könnte CBD helfen?

Long-Covid Symptome und CBD

Das BAG listet unter anderem folgende typische Symptome einer „Post-Covid-19-Erkrankung“ auf [1]: Übermässige Müdigkeit und Erschöpfung, Kurzatmigkeit und Atembeschwerden, kognititve Störungen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Muskelermüdung sowie Muskelschmerzen.
Für viele dieser Symptome, unabhängig der Ursache, gibt es Hinweise, dass CBD ein wirksames Behandlungsmittel darstellt. Studien untersuchen diverse Anwendungen von CBD-Produkten und viele Menschen teilen ihre positiven Erfahrungen in den sozialen Medien. Mit dieser Ausgangslage ist es naheliegend, dass vermehrt auch in der Long Covid-Therapie auf CBD gesetzt wird.

Wirkung von CBD gegen Long-Covid

Im Internet finden sich viele Erfahrungsberichte von Menschen, die auf CBD-Produkte (hauptsächlich CBD-Öle) zurückgreifen, um gegen die anhaltenden Symptome anzukämpfen. In der Long Covid-Schweiz Facebook-Gruppe gibt es viele Menschen, die von einer hervorragenden Wirkung erzählen. Schlafprobleme werden mit der abendlichen Einnahme von CBD-Öl verringert, aber auch Augenprobleme, neurologische Symptome und Lungenprobleme scheinen mit der Verwendung von CBD weniger zu werden.

Neben diesen Erfahrungsberichten, die auf den Beobachtungen einzelner Personen basieren, gibt es auch Forschungsprojekte zum Thema. So haben beispielsweise indische Forscher*innen eine Studie durchgeführt, die ein Potenzial für therapeutische Effekte gegen von Corona verurachte neurologische Beeinträchtigungen nachweisen konnte.[2] Jedoch basieren diese Resultate bisher nur auf Labordaten, deren Bedeutung sich nur schwer auf die menschliche Anwendung übertragen lässt. Eine andere Studie, die von „Drug Science UK“ finanziert wird, will das Potenzial von CBD-Behandlungen gegen Long Covid genauer untersuchen. Resultate liegen daraus bisher noch keine vor.
Weiter gab es schon verschiedene Studien, die sich mit CBD und Covid im allgemeinen auseinandersetzten. Eine Zusammenstellung findet ihr in diesem Blogbeitrag.

Was heisst das für uns?

Es scheint durchaus, als ob medizinische Cannabis-Produkte, aber auch handelsübliche CBD-Öle, zur Behandlung von Long Covid von Relevanz sein könnten. Klar ist aber auch: Die Wissenschaft ist noch nicht so weit, dass eine Wirkung gesichert nachgewiesen wäre. Zwei Jahre sind in der Wissenschaft eine kurze Zeit, insbesondere wenn es um ein Gebiet wie Cannabis geht, in welchem die medizinische Forschung ganz allgemein noch nicht sehr weit fortgeschritten ist.
Für uns als Herba di Berna AG bedeutet das Folgendes: Erstens hoffen wir auf möglichst rasche Fortschritte in der medizinischen Forschung zu Cannabis. Zweitens machen wir den Betroffenen von Long Covid ein Sonderangebot, damit diese die Anwendung von CBD-Ölen zumindest versuchen können: Mit dem Rabattcode „cbd-genesung“ bieten wir zur Zeit 30% Rabatt auf unsere CBD-Öle.

Quellen:
– [1] Coronavirus: Post-Covid-19-Erkrankung (BAG)
– [2] In silico inquest reveals the efficacy of Cannabis in the treatment of post-Covid-19 relate neurodegeneration (ResearchGate)
– [3] Feasibility of Cannabidiol for the Treatment of Long COVID (clinicaltrials.gov)

Stellungnahme zum VKCS Artikel „Gesundheitsrisiko bei vielen Lebensmitteln mit CBD-Anteil“

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Anfangs Februar ging der Verband der Kantonschemiker*innen der Schweiz (VKCS) mit einer Medienmitteilung zu CBD-haltigen Lebensmitteln an die Öffentlichkeit. Die Mitteilung liess die Hanfbranche in keinem guten Licht stehen: 85% der Produkte wurden beanstandet und bei 73% wurde gar ein Gesundheitsrisiko moniert – ohne weitere Spezifizierung.

Wichtig für unsere Konsumentinnen und Konsumenten: Die getesten Produkte von Herba di Berna sind alle ohne Gesundheitsbedenken konsumierbar.

Die IG Hanf, der Branchenverbrand der Cannabisindustrie, wusste von den durchgeführten Produktekontrollen des VKCS. Über die Details und Ergebnisse wusste die IG Hanf aber nicht Bescheid. Auch die Information, welche Produkte beanstandet wurden, fand ihren Weg nicht bis zum Branchenverband.

Als produzierendes Unternehmen ist uns die Qualitätssicherung unserer Produkte und der Konsument*innnenschutz wichtig. Während der VKCS an genau diese Werte appelliert und die produzierenden Unternehmen in Pflicht zu einer Verbesserung auffordert, sehen wir das Problem auf regulatorischer Ebene. Zur Zeit herrscht in der Schweizer Cannabis-Politik ein regulatorisches Chaos, das kaum zu durchblicken ist. Eine umfangreiche Regulierung erscheint auch uns sinnvoll, jedoch muss diese einheitlich und verständlich sein, damit für uns eine Rechtssicherheit gewährleistet ist. So unterstützen wir beispielsweise das „Postulat Minder“. Dieser Vorstoss, der im letzten Jahr vom Ständerat angenommen wurde, will die verschiedenen Formen der Hanfpflanze durch eine kohärente, zeitgemässe Regulierung wirtschaftlich besser nutzbar machen. Hoffentlich verschafft das Parlament diesem Missstand möglichst bald Abhilfe, damit wir als produzierendes Unternehmen besser wissen, an welche Qualitätsrichtlinien wir uns zu halten haben.

Offizielle Stellungnahme der IG Hanf

Hochreines CBD mit Wirkung gegen COVID-19?

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Im Januar veröffentlichten Wissenschaftler*innen der Universität Chicago eine Studie, die eine mögliche Wirksamkeit von CBD gegen die Replikation (Vermehrung) von Sars-CoV-2 aufzeigte. Diese Veröffentlichung nahmen die Forscher*innen zum Anlass, um weiterführende Untersuchung zu diesem Thema zu fordern. Die Resultate der Studie würden auf eine Wirkung schliessen lassen, seien jedoch noch weit von einem gesicherten medizinischen Ergebnis entfernt. Auch wird betont, dass sich diese Studie auf Zellen bezieht, die im Labor mit hochreinem CBD behandelt wurden – eine grundsätzlich andere Situation als die Einnahme von handelsüblichen CBD-Produkten. Das Thema soll also weiterverfolgt werden, ohne dass man jetzt das Gefühl haben sollte, sich mit einem CBD-Joint gegen Corona schützen zu können.

CBD stoppt die Vermehrung von Covid-19-Viren

Die Studie wurde durchgeführt, weil vermutet wurde, dass CBD aufgrund entzündungshemmender Eigenschaften einen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben könnte. Die Hoffnung war, dass CBD die Auswirkungen eines „Zytokinsturmes“ (eine Überreaktion des Immunsystems) abmildern könnte. Mit einer Behinderung der viralen Replikation (Virus-Vermehrung) konnten die Forschenden jedoch eine ganz andere Auswirkung beobachten. “No one in their right mind would have ever thought that it blocked viral replication, but that’s what it does,” kommentierte eine beteiligte Professorin.

Wirkt hochreines CBD auch beim Menschen?

Für den Versuch wurden menschliche Lungenzellen während zwei Stunden mit hochreinem CBD behandelt. Diese wurden danach dem Coronavirus ausgesetzt und die zeitliche Veränderung der Viruslast wurde beobachtet. Die Viren konnten zwar in die behandelten Zellen eintreten, die Replikation wurde jedoch stark behindert. Die Studienergebnisse konnten mit ähnlichen Resultaten bei Tierversuchen an Mäusen bestätigt werden. Um das effektive Potenzial richtig abzuschätzen, braucht es aber noch weitere Versuche, insbesondere solche an Menschen.

Es braucht mehr Forschung!

Für uns heisst das: Wir freuen uns über erfolgreiche Forschungsprojekte im Bezug auf die medizinische Anwendung von Cannabis. Es ist uns aber auch wichtig, dass diese Forschung in einem seriösen Rahmen geschieht. So gibt es viele Gründe, sich über die Resultate der Studie zu freuen, insbesondere nach den letzten zwei Jahren im Ausnahmezustand. Wenn CBD tatsächlich gegen Covid-19 hilft, ist das eine wunderbare Nachricht, die unbedingt weiterverfolgt werden muss. Gleichzeitig müssen wir uns aber unbedingt in Zurückhaltung üben: diese Studie weist keinerlei schützende Wirkung von handelsüblichen CBD-Produkten nach. Die Auswirkungen der Behandlung einzelner Zellen mit hochreinem CBD unterscheidet sich stark von den Effekten, die ein CBD-Joint oder die Einnahme von CBD-Öl auf den menschlichen Körper hat.

Quellen:
– Hemp Industry Daily: Another CBD study suggests COVID-19 protection, but consumers warned not to treat themselves
– uChicago News: Researchers recommend clinical trials for CBD to prevent COVID-19 based on promising animal data
– Ganze Studie: Cannabidiol inhibits SARS-CoV-2 replication

CBD für Hunde

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CBD-Produkte erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Hunde und Katzen werden weltweit mit Hanfextrakten gefüttert. Viele Halter*innen erfreuen sich ab der positiven Wirkung auf das Wohlergehen der Haustiere und loben die Verwendung von CBD-Produkten. Dieser Blog-Artikel gibt die wichtigsten Informationen im Umgang mit CBD für Hunde, Katzen und andere Haustiere.

Wie kommt das CBD in den Hund?

Zuerst kommt die praktische Frage, wie das CBD in den Körper des Hundes gelangen soll. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn es vom Hund akzeptiert wird, kann das CBD in Form von Öl direkt verabreicht werden z.B. mit einer Pipette. Eine andere Option ist es, das Cannabidiol – z.B. wieder in Form von Öl – ins Futter zu mischen. Diese Anwendung scheint eine der praktischsten zu sein, steht aber in Widerspruch zur relativ weit verbreiteten Empfehlung, das Öl ca. 2h vor dem Essen zu verabreichen. Eine mögliche Lösung: nur eine ganz kleine Futtermenge mit dem CBD-Öl versehen und dieses 2h vor der Hauptmahlzeit verabreichen.
Eine topische Anwendung (d.h. ein Auftragen auf der Haut) scheint nach heutigem Wissensstand keinen grossen Effekt auf den allgemeinen Zustand des Haustiers zu haben.[1] Vermutlich vermögen die Wirkstoffe die Haut nicht gut genug zu durchdringen. Das heisst aber nicht, dass eine Salbe keine lokale Wirkung, z.B. bei irritierter Haut, hat.

Die optimale Dosis

Wie bei der Anwendung von CBD-Ölen beim Menschen, stellt sich auch bei Hunden die Frage nach der Dosierung. Zuerst ein wichtiger Hinweis: Wir dürfen aus rechtlichen Gründen keine Dosierungsempfehlungen abgeben. Trotzdem wollen wir euch mit möglichst gut informieren, damit ihr das Potential der Hanfpflanze auch für eure vierbeinigen Lieblinge nutzen könnt. Wichtigste Regel: Immer ein Öl von max. 10%-CBD-Konzentration verwenden.
Da jeder (Hunde-)Körper anders auf CBD reagiert, ermittelst du die optimale Dosis für deinen Hund am besten selbst. Dabei gilt: Immer (!) zuerst mit einer tiefen Dosierung beginnen und diese bei Bedarf steigern. So werden Nebenwirkungen zuverlässig vermieden. Falls trotzdem Nebenwirkung auftreten sollten, oder wenn dein Hund regelmässig Medikamente einnimmt, solltest du dich an deinen Tierarzt wenden.

Wenn du ein Öl für deinen Hund auswählen willst, musst du sicherstellen, dass dieses Öl kein THC enthält, da dieses für Haustiere schädlich ist. Weiter solltest du ein Öl von max. 10%-CBD-Konzentration wählen, da die Dosierung ansonsten schwierig wird. Wenn du ein Produkt ausgewählt hast, kannst du mit der „einschleichenden Dosierung“ beginnen: zu Beginn das Öl tief dosieren (z.B. 1 mg CBD pro kg Körpergewicht). Dabei immer gut beobachten, ob eine Wirkung eintritt, oder ob Nebenwirkungen eintreten. Basierend auf diesen Beobachtungen kannst du die Dosis nach einer Gewöhnungszeit von einigen Tagen bei Bedarf etwas erhöhen, bis die erwünschte Wirkung erzielt wird.

Wie bitte?! Nebenwirkungen?

Bisher war in diesem Artikel mehrmals von Nebenwirkungen und erwünschter Wirkung die Rede. Was ist da eigentlich gemeint? Mögliche Nebenwirkungen, die auftreten können, sind zum Beispiel: Durchfall/Verdauungsstörungen, Müdigkeit, Trägheit/Benommenheit oder auch ein angeregter Appetit. Da im CBD-Öl für Tiere sowieso kein THC enthalten sein sollte, werden die Tiere nicht high.
Aussagen über die Wirkung zu treffen ist schwierig. Wie auch beim Menschen ist die Studienlage noch zu dünn. Erfahrungsberichte [2] weisen aber darauf hin, dass CBD gut gegen Schmerzen oder Schlafprobleme hilft der Vierbeiner. Auch Angst und Stress scheint durch eine Verabreichung von CBD reduziert zu werden.
Weiter gibt es eine Studie, die (in Ergänzung mit herkömmlichen Behandlungen) eine erfolgreiche Anwendung von CBD gegen Epilepsie nachweisen konnte. [3]

Haustier-Produkte in unserem Shop: https://www.herbadiberna.ch/cbd-oel-haustiere/

Artikel zum Thema:
CBD-Öle für den Hund und die richtige Dosierung (cbdoele.org)
Treating your dog with CBD (healthline.com)

Quellen:
– [1]: Pharmakokinetik von Cannabidiol bei gesunden Hunden (Colorado State University)
– [2]: Konsument*innen-Wahrnehmung von Hanfprodukten für Tiere (ebd.)
– [3]: Klinische Studie über die antieptileptische Wirkung von CBD (Mc Grath et al.)

Dosierungs-Rechner für CBD-Öle

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Die richtige Dosierung von CBD-Öl ist eine ziemlich aufwendige Sache. Überhaupt erst einmal die für den eigenen Gebrauch passende Dosierung zu finden ist das eine. Das ganze in Tropfen umzurechnen das andere. Wie Du deine persönliche Öl-Dosis ermitteln kannst ist in unserem Post über die Dosierung von CBD-Ölen ausführlich beschrieben. Weiter bietet der Blog von dailycbd.com hervorragende Inhalte zum Thema CBD, auch zur Dosierung von Ölen.

Wenn Du nun eine „Stärke“ zur Hand hast, und nur noch vor der Frage stehst, wie viel Tropfen Öl das jetzt sind, hilft unser Rechner.

→ Zum Rechner

Das Körpergewicht muss angegeben werden, da die CBD-Dosierung in der Regel in einer gewissen Anzahl Milligramm pro Kilo Körpergewicht angegeben wird. Dies ist der Fall, weil das Körpergewicht ein einfach zu berücksichtigender Faktor für die unterschiedliche Wirkungsstärke von CBD ist. Für die gleiche Wirkung braucht ein schwererer Körper mehr CBD als ein leichterer.

Für die Stärke der Dosierung kann über die Schnellauswahl eine der drei Stufen „Tief“, „Mittel“ und „Hoch“ ausgewählt werden. Eine „tiefe“ Dosierung entspricht 1 mg CBD pro 4,5 kg Körpergewicht, eine „mittlere“ 3 mg und eine „hohe“ 6 mg. Die Einheit von „1 Milligramm CBD pro 4,5 Kilogramm Körpergewicht“ entstand durch die Umrechnung aus amerikanischen Masseinheiten. Herauszufinden, welche Dosierung passt, ist schwierig. Grundsätzlich gilt: Immer (ja, wirklich immer!) mit einer tiefen Dosis beginnen und später steigern! So werden unangenehme Nebenwirkungen vermieden. Hilfe findest Du wie schon erwähnt in unserem ausführlichen Beitrag über die Dosierung von CBD-Ölen.
Wenn Du schon einen genauen Wert für die gewünschte Dosis hast, oder die Dosierung geringfügig anpassen willst, kannst Du durch einen Klick auf den …-Button neben den drei Dosierungsstufen einen Slider öffnen, um die genaue Dosierung auszuwählen.

Zu guter Letzt muss noch das verwendete Produkt ausgewählt werden, da die verschiedenen Öle eine unterschiedlich starke Konzentration aufweisen. Zur Auswahl stehen alle Öle aus unserem Sortiment. Aus den angegebenen Daten wird die Anzahl Tropfen, die es für die Dosis braucht, ermittelt.